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Ratgeber Technik
GPRS
10. September 2004 07:44
Der GPRS-Standard sieht vier verschiedene Codecs vor, die unterschiedliche Datenraten bieten. In jedem Fall können 1 - 8 Zeitschlitze genutzt werden. In der Praxis nutzen die Handys aber maximal vier Zeitschlitze im Downlink (also zum Handy hin) und einen Zeitschlitz im Uplink. Manche Hersteller bieten auch die Verteilung 2 / 3 Zeitschlitze an. Mit dem Coding Scheme 1 (CS1) erzielt man 9,05 - 72,4 kbit/s, mit CS2 13,4 - 107,2 kbit/s. Bei vier Zeitschlitzen kann man Daten also mit bis zu 53 kbit/s empfangen. Da das Coding Scheme 3 (CS3) mit 15,6 kbit/s pro Zeitschlitz nicht viel mehr Datendurchsatz als CS2 liefert, aber dafür eine neue Vermittlungstechnik erfordert und das CS4 zwar 21,4 kbit/s pro Zeitschlitz erzielt (mit 8 Zeitschlitzen also die so gerne zitierten 171,2 kbit/s), aber nur unter idealen Bedingungen und daher in der Praxis so gut wie nie, sollten Sie von gut 50 kbit/s ausgehen.
Für den Mobilfunk-Markt ist eine besondere Hardware erforderlich. PC-Cards in Verbindung mit Handys sind auf Datenraten in ISDN-Geschwindigkeit ausgelegt. Die Hersteller benutzen neue Schnittstellen, die auch neue PC-Cards erfordern. Als Anschluss setzt man auf USB und Bluetooth.
Im Januar 1999 unterzeichneten Ericsson und die Deutsche Telekom (bzw. T-Mobil als Betreiber des GSM-Netzes T-D1) den weltweit ersten Vertrag über die Lieferung von GPRS-Infrastruktur. Am 23.02.99 wurde bekannt gegeben, dass Nokia für den finnischen Betreiber Sonera ein komplettes GPRS-Netz liefert, das 2000 in Betrieb ging. Ericsson wiederum informierte im März 1999, dass man für den holländischen Netzbetreiber Telfort (Joint Venture von BT [British Telecom] und NS [Dutch Railways]) GPRS-Technik installieren wird. Alleine Ericsson hatte Ende 1999 45 Testsysteme bei verschiedenen Netzbetreibern installiert und auch schon viele feste Aufträge für GPRS-Infrastruktur.
Ähnlich wie bei HSCSD kommt eine Multislot-Technik zum Einsatz. GPRS ist eine paketbasierte Technologie und daher ideal für TCP/IP-Anwendungen. Tatsächlich wird der Netzbetreiber durch GPRS zum ISP. Die Haupt-Anwendung dürfte auch der Internet-Zugang sein. Hier werden auf der mobilen Seite typischerweise wesentlich mehr Daten empfangen als gesendet. Durch asymmetrische Datenübertragungsraten kann die verfügbare Bandbreite wesentlich effizienter genutzt werden.
Die Abkürzung GPRS steht für General Packet Radio Service. Dahinter verbirgt sich eine Technik, die das zur mobilen Datenübertragung vorhandene, begrenzte Frequenzband besser ausnutzt. Dadurch können Daten vom Handy statt mit bisher 9.600 Bit pro Sekunde (BP/s) mit bis zu 150 Kilobit pro Sekunde (KB/s) übertragen werden.
Die ersten Geräte des Herstellers Motorola ermöglichten eine GPRS-Datenrate bis zu 26,8 KB/s, was dreimal so schnell wie WAP war. Zum Vergleich: Per ISDN können 64 KB/s übertragen werden. Möglich ist der schnelle Datenverkehr via Handy, weil GPRS eine große Zahl von Bandbreiten unterstützt und so immer den Teil des Frequenzbandes benutzt, der gerade frei ist - ähnlich wie ein Autofahrer, der die Spur wechselt, wenn es sich auf einer Fahrbahn staut.
Ähnlich wie bei UMTS ist es eine Nachfolgertechnik von GSM, GPRS und HSCSD - mit Übertragungsraten von 384 KB/s. Diese Technik fiel nach der Einführung von UMTS weg. Die Bandbreite von 384 KB/s wurde über ein Modulationsverfahren erreicht, das die Datenübertragungsmenge eines GSM-Kanals auf 48 Kilobit/s vergrößerte und bis zu acht Kanäle gleichzeitig benutzte.
Für EDGE waren wie bei HSCSD, GPRS und UMTS neue Endgeräte notwendig und die Netzbetreiber mussten ihre Infrastruktur anpassen.
Für den Mobilfunk-Markt ist eine besondere Hardware erforderlich. PC-Cards in Verbindung mit Handys sind auf Datenraten in ISDN-Geschwindigkeit ausgelegt. Die Hersteller benutzen neue Schnittstellen, die auch neue PC-Cards erfordern. Als Anschluss setzt man auf USB und Bluetooth.
Im Januar 1999 unterzeichneten Ericsson und die Deutsche Telekom (bzw. T-Mobil als Betreiber des GSM-Netzes T-D1) den weltweit ersten Vertrag über die Lieferung von GPRS-Infrastruktur. Am 23.02.99 wurde bekannt gegeben, dass Nokia für den finnischen Betreiber Sonera ein komplettes GPRS-Netz liefert, das 2000 in Betrieb ging. Ericsson wiederum informierte im März 1999, dass man für den holländischen Netzbetreiber Telfort (Joint Venture von BT [British Telecom] und NS [Dutch Railways]) GPRS-Technik installieren wird. Alleine Ericsson hatte Ende 1999 45 Testsysteme bei verschiedenen Netzbetreibern installiert und auch schon viele feste Aufträge für GPRS-Infrastruktur.
Ähnlich wie bei HSCSD kommt eine Multislot-Technik zum Einsatz. GPRS ist eine paketbasierte Technologie und daher ideal für TCP/IP-Anwendungen. Tatsächlich wird der Netzbetreiber durch GPRS zum ISP. Die Haupt-Anwendung dürfte auch der Internet-Zugang sein. Hier werden auf der mobilen Seite typischerweise wesentlich mehr Daten empfangen als gesendet. Durch asymmetrische Datenübertragungsraten kann die verfügbare Bandbreite wesentlich effizienter genutzt werden.
GPRS - Dreimal schneller als WAP
Die Abkürzung GPRS steht für General Packet Radio Service. Dahinter verbirgt sich eine Technik, die das zur mobilen Datenübertragung vorhandene, begrenzte Frequenzband besser ausnutzt. Dadurch können Daten vom Handy statt mit bisher 9.600 Bit pro Sekunde (BP/s) mit bis zu 150 Kilobit pro Sekunde (KB/s) übertragen werden.
Die ersten Geräte des Herstellers Motorola ermöglichten eine GPRS-Datenrate bis zu 26,8 KB/s, was dreimal so schnell wie WAP war. Zum Vergleich: Per ISDN können 64 KB/s übertragen werden. Möglich ist der schnelle Datenverkehr via Handy, weil GPRS eine große Zahl von Bandbreiten unterstützt und so immer den Teil des Frequenzbandes benutzt, der gerade frei ist - ähnlich wie ein Autofahrer, der die Spur wechselt, wenn es sich auf einer Fahrbahn staut.
Was ist EDGE?
Ähnlich wie bei UMTS ist es eine Nachfolgertechnik von GSM, GPRS und HSCSD - mit Übertragungsraten von 384 KB/s. Diese Technik fiel nach der Einführung von UMTS weg. Die Bandbreite von 384 KB/s wurde über ein Modulationsverfahren erreicht, das die Datenübertragungsmenge eines GSM-Kanals auf 48 Kilobit/s vergrößerte und bis zu acht Kanäle gleichzeitig benutzte.
Für EDGE waren wie bei HSCSD, GPRS und UMTS neue Endgeräte notwendig und die Netzbetreiber mussten ihre Infrastruktur anpassen.



