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Ratgeber Technik

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Grundlagen und Praxistipps zu Voice over IP

25. Januar 2006 14:16
 

Die Codecs



Ein Codec ist ein wichtiger Bestandteil der VoIP-Technik. Er dient der Komprimierung der Daten um einen schnelleren Upload der Daten bzw. eine bessere Sprachqualität zu gewährleisten. Es gibt viele unterschiedliche Codecs auf dem Markt, einige sind konstruiert worden um die Datenmenge so gering wie möglich zu halten, wobei meist die Qualität der Sprache darunter leidet.

Andere wiederum bieten eine fast perfekte Sprachqualität, benötigen aber eine größere Datenmenge für die Übertragung. Ja nachdem wie groß der Uplink der eigenen Verbindung ist, sollte man individuell einen geeigneten Codec auswählen. Allerdings muss der Gesprächspartner diesen Codec ebenfalls verstehen können, da er sonst die komprimierten Daten nicht wieder entpacken kann und somit kein Gespräch zu Stande kommt.

Codec Übertragungsrate Sprachqualität
G.711 56 oder 64 kbit/s sehr gut (ISDN)
G.726 16 - 40 kbit/s mittel bis sehr gut
G729/G.729A 8 kbit/s besser als G723.1
G723.1 5,6 - 16,27 kbit/s mittel bis gut
Speex Narrowband 4 - 15 kbit/s mittel
Speex Wideband 10 - 28 kbit/s besser als GSM
iLBC 13,3 kbit/s besser als G.726
GSM 13 kbit/s mittel (Handy)


Einrichtung eines Softphones



Einrichtung eines Softphones
http://www.farrokhi.net/
Für ein Softphone benötigt man einen vorhandenen DSL-Anschluss, einen PC mit Full Duplex fähiger Soundkarte, ein gutes Headset und eine VoIP-Software.

Ein DSL-Anschluss ist für die Nutzung der VoIP-Technik auf jeden Fall anzuraten, da man einen schnellen Uplink benötigt und dieser bei IDSN meist nicht ausreichend ist. Der genutzte PC sollte dem heutigen Standard nicht zu weit zurück sein, da die Daten in Echtzeit kodiert und übertragen werden müssen. Durch einen zu langsamen PC kann es zu Verzögerungen oder auch zum abrupten abreißen des Gesprächs kommen. Auch beim Headset sollte nicht zu sehr gespart werden. Es muss nicht das teuerste sein, aber bei billigen Headsets kann die Sprachqualität sehr leiden. Bei der VoIP-Software sind die eigenen Vorlieben und Wünsche ausschlaggebend. Fast jeder VoIP-Provider bietet eine eigene Software an. Wenn man im Umgang mit PCs nicht so geübt ist, sollte man die Software des ausgewählten Anbieters benutzen, da diese meist schon voreingestellt ist.

Der Rechner muss bei dieser Variante allerdings immer eingeschaltet sein und auch die VoIP-Software muss immer gestartet sein, um eine ständige Erreichbarkeit zu gewährleisten.

Einrichtung eines VoIP-Telefons



Einrichtung eines VoIP-Telefons
http://www.quantumr.hu/
Für diese Möglichkeit benötigt man ebenfalls einen DSL-Anschluss. Außerdem benötigt man einen Router, der die Verbindung ins Internet ständig offen hält. Wenn ein DSL-Anschluss vorhanden ist und dieser von mehreren Rechnern genutzt wird, ist der Router mit Sicherheit schon vorhanden. Das VoIP-Telefon wird dann einfach mit diesem verbunden. Bei dieser Variante ist man fast vollkommen unabhängig von dem PC und kann auch bei ausgeschaltetem Rechner telefonieren. Der PC wird nur noch für die Konfiguration des Routers und des VoIP-Telefons benötigt.

Einrichtung mit analogem Telefon



Einrichtung mit analogem Telefon
http://www.officexl.de/
Hierfür benötigt man wieder einen DSL-Anschluss, dazu einen Router mit PhoneBoard und ein analoges Telefon. Das PhoneBoard ist ein Zusatz, der es ermöglicht ein analoges Telefon für die Internet-Telefonie zu nutzen. Wahlweise kann man sogar über das Internet oder das Festnetz telefonieren. Auch Fax-Geräte und Anrufbeantworter lassen sich so anschließen. Meist ist in diesen Routern ein DSL-Modem bereits integriert, so dass man kein zusätzliches Gerät für den DSL-Anschluss benötigt. Das analoge Telefon kann dann direkt mit dem Router verbunden werden.

Einrichtung mit ATA und analogem Telefon



Einrichtung mit ATA und analogem Telefon
http://www.telefon.de/
Wenn bereits ein Router vorhanden ist und man sich nicht extra einen neuen mit PhoneBoard besorgen möchte, gibt es die Möglichkeit ein ATA (Analog Telefon Adapter) zwischen das analoge Telefon und den Router zu schalten. Die Funktionalität ist im Endeffekt genau dieselbe wie mit einem Router, der das PhoneBoard direkt integriert hat.
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