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Ratgeber Technik

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RFID (Radio Frequency Identification, Funk-Erkennung)

6. Dezember 2005 14:42
 

Die Bausteine von RFID



Die Bausteine von RFID
RFID bezeichnet eigentlich nur die Übertragung von Daten ohne Sicht- und Berührungskontakt. Um dies zu ermöglichen besteht jedes RFID-System grundsätzlich aus 3 Komponenten. Zunächst einmal der RFID-Transponder, der an dem zu identifizierenden Objekt befestigt wird, dann ein Lese- bzw. Schreibgerät und die Funkfrequenz selbst. Die wichtigste Komponente hierbei ist der Transponder, der meist als Etikett hergestellt wird, da diese einfach aufgeklebt oder angebracht werden können. Es gibt ihn aber auch in vielen anderen Formen, die beispielsweise Menschen oder Tieren implantiert werden können.

Transponder

Transponder
Ein Transponder, egal in welcher Form er vorliegt, besteht immer aus einem Mikrochip, einer Antenne und einem Gehäuse. Seine Größe ist abhängig von seinem Einsatzgebiet und seiner Frequenz. Je höher die Frequenz, desto größer muss auch die Antenne ausfallen und damit natürlich auch die Gesamtgröße des Transponders. Große Transponder können zum Beispiel bei Containerüberwachungen eingesetzt werden, wogegen sie bei Ausweisen möglichst klein und vor allem flach sein müssen.

Mikrochip

Mikrochip
Der eigentliche Datenträger, der Mikrochip, der sich auf dem Träger des Transponders oder im Gehäuse befindet, sendet seine Informationen an das Lesegerät oder empfängt Daten, mittels der Antenne. Die Besonderheit, dass der Chip bei RFID immer auch beschreibbar ist, unterscheidet ihn von einem einfachen Barcode, EAN oder EAS.

Lese-/Schreibgerät

Lese-/Schreibgerät
Um die Daten nun lesen oder schreiben zu können benötigt man ein entsprechendes Schreib- oder Lesegerät, dass mit dem RFID-System kommunizieren können muss. Die Größe dieser Geräte kann auch sehr variabel sein. So gibt es zum einen kleine handliche Geräte, die man immer mit sich führen kann. Zum anderen aber auch große fest installierte Geräte, die zum Beispiel Warenbewegungen in einem Warenlager erfassen.

Einsatzgebiete von RFID



RFID kann in vielen Bereichen eingesetzt werden, z.B. für:
  • Bibliotheken
  • Zutrittssysteme
  • Tierzucht
  • Haustieridentifikation
  • Tourismus
  • Produktionsüberwachung
  • Ticketing
  • Produktsicherung
  • Medizintechnik
  • Verleih- und Mietservice
  • Echtheitszertifikate
  • die Logistik
  • den Verkauf
  • den Alltag
  • das Handy
  • Abfallmanagement

RFID für die Logistik



RFID für die Logistik
Wenn über den Nutzen von RFID-Systemen gesprochen wird, wird meist an erster Stelle die Logistik-Branche genannt. RFID-Systeme bieten diesen Unternehmen eine große Auswahl an Möglichkeiten, die den Transport beziehungsweise die Warenübergabe zwischen den Herstellern und den Empfängern erheblich vereinfacht.

Hier wird häufig das System des EPC (Electronic Product Code) genutzt. Jede Ware bekommt hierbei eine eindeutige Identifikationsnummer, die im Chip des Transponders gespeichert wird. Der EPC kann dann Auskunft über die Daten der Waren wie Seriennummer, Produktionsdatum und ähnliche Informationen geben, die dann nur noch in einer Datenbank registriert werden müssen.

Logistik-Wege
Auch über den momentanen Aufenthaltsort kann man über diesen Chip Auskunft erhalten. Beispielsweise wird die Ware beim Verladen aus der Lagerhalle automatisch registriert und als 'verschickt' gekennzeichnet. Jeder LKW hat dann bereits eine genaue Übersicht der Artikel, die er geladen hat. Bei jedem Zwischenhändler wird die Ware dann erneut registriert und man bekommt eine genau aufgezeichnete Route der Ware. Wenn der Endkunde auch über ein RFID-System verfügt, kann dieser die Ware bei sich registrieren und somit kann sie automatisch als 'verkauft' gekennzeichnet werden. Somit hat der Produzent, der Zwischenhändler als auch der Endkunde immer eine genau Kontrolle über die Ware. Denn wenn irgendwo im Verlauf der Auslieferung eine Ware verloren geht, kann auf einfache Weise nachvollzogen werden, wo die Ware als letztes registriert worden ist. Solche Fehler fallen auch sehr schnell auf, denn bei jedem Zwischenhändler wird die Ware automatisch auf Vollständigkeit kontrolliert.

Wenn nun alle Händler, Zwischenhändler und Endkunden über diese Technologie verfügen würden, könnte man damit eine einfache Zusammenarbeit gewährleisten und enorme Kosten sparen.


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