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Ratgeber Technik
WAP
WAP bedeutet Wireless Application Protokol und ist ein globaler Standard, der vor allem das Surfen im Internet mit dem Handy ermöglicht.
WAP-fähige Handys erlauben dabei Anwendungen, wie z.B. E-Mail senden und empfangen oder auch Bankgeschäfte direkt vom Handy. Um jedoch die gewünschten Internetseiten auf den meist kleinen Handydisplay zu ermöglichen, müssen sie in einer speziellen Programmiersprache bereitgestellt werden. Dieses neue Format nennt sich WML (Wireless Markup Language). Es kann mit dem bekannten HTML-Format verglichen werden, unterstützt lediglich nur Textdarstellungen und keine Bilder und umfangreiche Graphiken. Diese werden dabei herausgefiltert.
Das jeweilige Handy benötigt einen Browser um WAP-Inhalte überhaupt auf dem Display darstellen zu können. Nokia und Ericsson arbeiten mit eigenen Browsern. Die anderen Mobiltelefonhersteller benutzen den Browser von Phone.Com. Von Vorteil ist hierbei natürlich ein Handy mit einem entsprechend großen Display, um die gewünschten Inhalte auch übersichtlich darstellen zu können.
Bei D1 und D2 beträgt der Minutenpreis zur Netznutzung von WAP-Inhalten 19 Cent pro Minute ohne jegliche Providergebühren. Dafür bieten sie ihren Kunden ein facettenreiches Internetprogramm in Zusammenarbeit mit etablierten Unternehmen.
Wie funktioniert WAP?
Das Wireless Application Protocol (WAP) definiert einen Standard für die Bereitstellung von text- und grafikbasierten Informationen und Diensten für Mobilfunkendgeräte. WAP nutzt dabei bereits bestehende Internet-Architekturen, bietet eine Schnittstelle für mobilfunkorientierte Anwendungen und macht damit spezielle Internetseiten für den direkten Zugriff per Handy sichtbar und damit auch mobil.
Ähnlich wie im Internet besitzen die mobilen Endgeräte Micro-Browser, die konzeptionell einem Standard Web-Browser ähneln. Die Inhalte müssen dabei in einer neuen Sprache programmiert werden. Diese nennt sich WAP (Wireless Application Protocol). Die Seiten enden dann nicht mehr auf HTML sondern auf WML. Dies ist die neue Programmierungssprache für die "WAP-Seiten".
Wozu überhaupt WAP?
Diese Frage werden sich viele stellen, die überlegen, sich ein WAP-fähiges Handy anzuschaffen. Auf den ersten Blick scheint für den "normalen" Handybesitzer die WAP-Technik relativ überflüssig. Sinnvoll wird WAP erst dann, wenn Sie mit Ihrem Handy wirklich weiterreichende Geschäfte tätigen wollen.
WAP lohnt sich dann, wenn Sie per Handy Ihre Bankgeschäfte schnell und bequem von Unterwegs tätigen wollen oder unterwegs schnell eine Fahrplanauskunft benötigen. Auch die EMail-Bearbeitung wird durch WAP auf dem Handy wesentlich vereinfacht.
Ohne WAP kein mobiles Internet
So grundlegend wichtig wie das HTTP (Hypertext Transfer Protokoll) für das bekannte World Wide Web ist, so bedeutend ist das WAP (Wireless Application Protocol) für den mobilen Zugriff auf das Internet. Kaum haben wir begonnen, uns etwas intensiver mit WAP, WML und dem mobilen Internet zu beschäftigen, da sind - zur allgemeinen Verwirrung - wieder neue Technologien wie GPRS, HSCSD, WCDMA, UMTS etc. in aller Munde - und jede will den Weg zur mobilen Informationsgesellschaft ebnen.
Tatsache ist, dass das Übertragungsprotokoll WAP dabei genauso wenig durch schnellere Übertragungstechnologien wie GPRS, HSCSD oder UMTS ersetzt werden kann wie die festnetzgebundenen Internet-Standards HTTP und HTML nicht von ISDN oder xDSL ersetzt werden können. Stattdessen ist WAP unverzichtbarer Bestandteil in den Mobilfunknetzen der 3. Generation.
Trotzdem sind die Erwartungen, die in die mobile WAP-Technologie gestellt werden, gleichermaßen unterschiedlich wie hochgesteckt. Im Zusammenspiel verschiedener Standards und Technologien hat WAP zweifelsohne die Basis für mobile Endgeräte geschaffen, die als "Fernbedienung zur Welt" das gesamte Internet per Tastendruck verfügbar machen: Das WAP-Gerät erinnert an wichtige Termine und dabei - wenn gewünscht - durch stetige drahtlose Datensynchronisation auch an die Termine der Mitarbeiter und Freunde. Es bietet je nach Bedarf oder Interesse Produkte oder Dienstleistungen zum Kauf an, vom passenden Geburtstagsgeschenk bis hin zu Unterhaltungsangeboten wie zum Beispiel Video-on-Demand. Und es bietet dem Nutzer die Möglichkeit, sich auf der Straßenbahnfahrt zur abendlichen Verabredung dank Realtime Streaming-Technologie noch schnell das Ende des Krimis zu Gemüte zu führen - oder sich nicht nur die aktuelle Bundesligatabelle anzuschauen, sondern auch die besten Tore seines Lieblingsvereins (Personalisiertes WAP). Der generell als Schnittstelle zwischen unternehmensinternen Computernetzwerken und dem mobilen Endgerät dienende Nokia WAP-Server ermöglicht hier einen schnellen, direkten und sicheren Zugriff auf Termine, E-Mails, Aktivitätenpläne oder individuelle Kontaktinformationen.
Stichwort Multimedia Messaging
Es besteht kein Zweifel, dass ein PC in punkto Prozessorleistung, Grafikperformance und Speicherkapazität stets leistungsfähiger ist als ein Mobiltelefon, dass Bandbreite im Mobilfunknetz immer teurer ist als im Festnetz und dass das Display des durchschnittlichen mobilen Endgeräts nie die Größe und Auflösung eines PC-Monitors erreicht. Aber weder heute noch in Zukunft ist WAP auf die Übertragung rein zeichenbasierter Informationen beschränkt. Das Recherchieren von textlastigen Informationen über WAP ist nur eine erste Anwendung, die im Wireless Application Environment schon länger möglich ist. Ebenso kann man auch bunte Bilder und animierte Grafiken darstellen und alle vom Arbeitsplatz oder von zu Hause her vertrauten Internet-Dienste und -Applikationen jederzeit und an jedem Ort nutzen. Außerdem ist WAP in der Lage, die Darstellung automatisch der Größe der unterschiedlichen im Markt verfügbaren Displays anzupassen.
Für den mobilen User ist WAP damit genau das, was das World-Wide-Web für den Internet-User mit Festnetzanschluss ist. Die Aufgabe des Web-Servers, auf dem die Webseiten gelagert sind, ist im mobilen Internet durch das sog. WAP-Portal übernommen worden. Ein WAP-Gateway sorgt dafür, dass die abgeforderten Informationen über entsprechende Übertragungskanäle - ob GSM, GPRS oder UMTS - an die jeweiligen Endgeräte mit ihren jeweiligen Browsern weitergeleitet werden. WAP ist darüber hinaus mit wichtigen Zusatzfunktionen ausgestattet, welche den mobilfunkspezifischen Problemstellungen, wie zum Beispiel der Verbindungssicherheit und Signalübertragung Rechnung tragen.
Stichwort Bandbreite
Das WAP-Protokoll und die dazugehörige Wireless Markup Language (WML) sind im Vergleich mit den klassischen wie HTTP und HTML deutlich besser auf die besonderen Anforderungen von mobilen Endgeräten ausgerichtet und entwickelt worden. Als sehr effizientes Übertragungsprotokoll spart WAP viel Bandbreite. Für eine einzelne Datenabfrage müssen bei WAP deutlich weniger Datenpakete übertragen werden als bei HTTP/TCP-IP (Transmission Control Protocol-Internet Protocol). Darüber hinaus werden bei WAP die Signale binär kodiert, was erhebliche Kapazitätseinsparungen ermöglicht. WAP bietet also nicht nur eine schnellere Übertragung, sondern auch eine effizientere Nutzung der Kapazität der Luftschnittstelle. Die hierbei frei werdenden Kapazitäten ermöglichen es dem WAP-Dienste-Betreiber, noch mehr Verbindungen und Teilnehmer zu managen und somit Umsatzsteigerungen oder Kostensenkungen zu erzielen, die er als Vorteil wiederum an seine Kunden weitergeben kann. In der Folge ergeben sich daraus auch positive Auswirkungen auf die Nutzung der WAP-basierenden Unternehmensdienste.
Mit WIM (WAP Identification Module) steht außerdem die Möglichkeit der Authentifizierung und der digitalen Unterschrift zur Verfügung. Dieses Feature eröffnet eine neue Dimension im Hinblick auf das Bezahlen von Waren und Dienstleistungen an jedem Ort und zu jeder Zeit. So können Warteschlangen vor dem Parkscheinautomaten oder an der Kasse zur Waschanlage der Vergangenheit angehören. Einfach die jeweilige Nummer angerufen, das gewünschte "Wasch-Programm" gewählt und per Knopfdruck bezahlt. Sicher, Bequem und Einfach.
Aber die Vorteile von WAP reichen noch viel weiter. Mobile Internet bedeutet weit mehr, als einfach nur Internet-Inhalte über ein Mobilfunknetz zu schicken: Das Mobile Internet ist immer hier und jetzt verfügbar, das heißt: Der Teilnehmer erhält all die - und auch nur die - Informationen, die ihn an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit betreffen: So gibt das Mobiltelefon dem Teilnehmer beispielweise genau rechtzeitig den Hinweis, die nächste Umleitung zu nehmen, um auf diese Weise einem kilometerlangen Stau zu entgehen. Oder es bietet dem Nutzer, wenn er zum Monatsbeginn die Straßenbahn betritt an, seine abgelaufene Monatsfahrkarte zu verlängern - einfach auf Knopfdruck. Auch bei der Suche nach dem richtigen Kinofilm können die Informationen auf den Aufenthaltsort und Interessen des WAP-Nutzers zugeschnittenen werden. Der digitale Assistent ist mit allen persönlichen Daten des Teilnehmers vertraut um seine Angebote darauf abzustimmen. Ob Komödie, Action- oder Liebesfilm - der WAP-Dienst stellt die relevanten Informationen wann, was, wo läuft zur Verfügung und kann neben Information auch Vorbestellungen und Bezahlung in einem Schritt erledigen. Die Möglichkeit, derlei ortsabhängige und personalisierte Informationen bereitzustellen, wurde bei der Spezifikation von WAP von Anfang an miteinbezogen. Heute stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung, die je nach Bedarf eine mehr oder weniger genaue Lokalisierung von Diensten ermöglichen: von der hochpräzisen GPS-gestützten (Global Positioning System) Identifikation bis hin zur Identifikation über die Zellen-ID.
Um die Entwicklung von WAP noch weiter zu fördern, arbeitet Nokia im Rahmen des WAP-Forums eng mit dem World Wide Web Konsortium (W3C) und der Internet Engineering Task Force (IETF) zusammen. Ziel des WAP-Forums, der W3C und der IETF ist es insbesondere, IPv6 als gemeinsame Technologie für das drahtgebundene und mobile Internet auszuwählen. Zudem setzen sich diese Gremien aktiv für die Entwicklung einer gemeinsamen, flexiblen Beschreibungssprache (XHTML) ein, die kompatibel mit WML sein muss.
So wird man in einigen Jahren nur noch ein Internet und damit eine einheitliche Plattform für Dienste und Applikationen kennen, auf die man mit verschiedenen Endgeräten - über den PC oder übers mobile Endgerät - zu jeder Zeit und an jedem Ort zugreifen kann.
WAP-Dienste-Anbieter
Abfragen.de (Informationszentrale)
ADAC (Automobilclub)
Aidshilfe (Gesundheitsberatung)
Amazon.de
Audi (Kraftfahrzeuge)
babysitternet.de
Bahn AG
bedhunter.com (Hotelbettenvermittlung)
Ciao.de (Preisvergleich)
Cinemaxx (Kino)
Citywap.de (Städteführer)
Clever Tanken (Billigbenzin)
Compuserve
debitel.de
Der Spiegel (Nachrichtenmagazin)
Der Standard (Österreichische Tageszeitung)
teleauskunft.de (Auskunft)
DAB Bank
DM-Online (Wirtschaftsinfos)
DPD (Zustelldienst)
eBund (Schweizer Tageszeitung)
Excite.de (Suchmaschine)
Falk (Kartendienste)
FFH (Radiosender)
Financial (Finanznachrichten)
Financial Times Deutschland
FOCUS (Börseninfos)
Fortune (Lotto und Quoten)
freenet (Internetprovider)
getmobile.de (Onlinehandy-Vertrieb)
Hamburg-Highlights (Virtueller Städteführer)
Handelsblatt (Wirtschaftsinfos)
HRS (Hotel Reservation Service)
jaxx.de (Lottoservice)
Jobpilot.de (Stellenservice)
Kinonews
MAX (Städteguide)
n-tv (Der Nachrichtensender)
NDR (Radio)
Nokia (Handyhersteller)
O2 (WAP-Portal)
Onvista (Wirtschaftsinfos)
Radio Hamburg
Rheinische Post (Tageszeitung)
space2go.de (Onlinebüro-Service)
Süddeutsche Zeitung (Tageszeitung)
Tagesschau (Nachrichtensendung)
Tiscali
wap3 (WAP-Infoservice)
WAPJAG (WAP-Suchmaschine)
WDR (Westdeutscher Rundfunk)
WetterOnline



