Handys für Kinder
2004-09-10
Nicht mehr die Barby sondern das Handy ist mittlerweile als Geschenk bei den Kleinen und Kleinsten sehr gefragt. Auch auf den Schulhöfen sind Handys inzwischen genauso verbreitet wie in den Vorstandsetagen - das kann man bewerten wie man will, es ist einfach so.
Eltern können auf der einen Seite ein bewusstes Interesse daran haben, dass Ihr Kind ein Handy hat und immer für Sie erreichbar ist oder Sie können sich dem Wunsch des Kindes einfach beugen und sich in die Erkenntnis fügen, dass "alle anderen" es ja auch wie selbstverständlich im Ranzen mit sich führen.
Der Umgang mit dem Handy hat zumindest drei Komponenten: die technische, an der die Großeltern oft genug scheitern, die gesundheitliche, die immerhin klare Verhaltensmuster nahe legt. Und schließlich die finanzielle, die für Kinder oft zum Stolperstein wird. Verhindern Sie unliebsame Überraschungen nach dem Gebrauch des Handys durch Ihr Kind.
Mit gutem Beispiel voran gehen
Versuchen Sie durch gutes und vernünftiges eigenes Verhalten ihrem Kind den richtigen und sorgsamen Umgang mit dem Handy beizubringen. Machen Sie ihm deutlich, wie man sich kurz fasst, dass man, wo möglich, die günstigere Telefonzelle nutzen kann und dass man das Handy auch mal ausschalten kann.
Die Essenszeiten sind ein Beispiel, wann man auf das Handy-Telefonieren verzichten könnte und auch öffentliche Orte wie Restaurants und Cafes bieten sich für den Verzicht an.
Die Kosten...
...immer das gleiche Thema. Noch ist das Telefonieren nicht kostenlos. Auch nicht für Kinder. Haben die Mobilfunkunternehmen die reinen "Kinder-Verträge" weitestgehend wieder abgeschafft, sollte das Handy für das Kind nur dazu gedacht sein, für die Eltern erreichbar zu sein bzw. nur dann von dem Kind genutzt werden, wenn es dringender telefonischer Klärung bedarf. Um die Kosten nicht völlig ausarten zu lassen, lassen Sie Ihr Kind die Handyrechnung selber bezahlen indem Sie Ihrem Kind einen festen (Taschengeld-) Betrag geben - wie es damit auskommt, muss es selbst herausfinden.
Anfangs empfiehlt sich dafür eine Prepaid-Karte, weil der Zusammenhang - 15 Euro gekauft, 15 Euro vertelefoniert - direkt erlebbar ist. Wenn sich eine vernünftige Nutzung abzeichnet empfiehlt sich, je nach Volumen, aber meist doch eine Vertragsbindung. Ab etwa 30 Minuten im Monat lohnt sich schon ein Vertrag mit günstiger Grundgebühr.
Provider-Dienste nutzen
Die Netzbetreiber und Service-Provider sind gesetzlich verpflichtet, Ihnen einen kostenlosen Einzelgesprächsnachweis anzubieten und Ihnen die Möglichkeit einzuräumen, eine monatliche Obergrenze für die Gesprächsgebühren festlegen. Nutzen Sie diese Möglichkeiten:
Anhand des Einzelgesprächsnachweises können Sie leicht ersehen, welche Gespräche vielleicht nicht unbedingt sein müssen oder zu welcher Tageszeit man vielleicht künftig nicht mehr telefonieren sollte - detailliert aufgelistet, schärft das auch das Verständnis Ihres Kindes. Und wenn Ihr Kind das Handy ausschliesslich nutzt oder mitnutzt, kann es auch nicht schaden, die monatliche Schmerzgrenze festzulegen und dem Provider mitzuteilen. Nutzen Sie auch Vergleichsmöglichkeiten.
Mit unserem Tarifrechner können Sie sich anhand der erwarteten Telefonier- und SMS-Gewohnheiten genau ausrechnen lassen, welches der günstigste Tarif für Sie ist. Ein Besuch in den Shops der wichtigsten Anbieter kann auch nichts schaden - überraschend viele Händler und Verkäufer geben sinnvolle Hinweise zum Vergleich von Tarifen und Anbietern.
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